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Ankunft in der Pearl of Africa

Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist es schon etwas mehr als eine Woche her, dass ich in Uganda angekommen bin und mittlerweile bin auch wieder fähig zu kommunizieren. Am Samstag, den 13.8.2016 bin ich um die Mittagszeit mit Hannah, Janina und Felix, welche andere Einsatzstellen in Uganda haben, in Entebbe gelandet. Das Visum hat keine großen Umstände gemacht und das Gepäck war auch schnell da, nur meinen Akkordeonkoffer wollte ein Wachmann noch eben durchleuchten, er sah mit dem weißen Stoff eingewickelt wohl etwas verdächtig aus. Als er das Röntgenbild gesehen hat, hat er lachend einen Aufkleber draufgepappt und mich ziehen lassen. Dann ging es auch schon zur Tür hinaus, wo ein ganzer Schwarm Ugander auf Besucher aus dem Flieger wartete, darunter auch meine Abholer. Father Dominik, Murgewa und Felicia waren schnell gefunden, mit ihrem Schildchen mit der Aufschrift: Jonas Schick. Nach einem kurzen Abschiedsfoto und Glückwünschen gingen wir vier WFDler dann auch schon unsere eigenen Wege. Ich wurde zum Auto gebracht, wo nach dem einladen auch schon mein erstes Missgeschick geschah. Mir wurde gesagt, ich dürfe vorne platznehmen und so wanderte ich auch gleich dorthin, wo in einem Auto der Beifahrersitz ist, zumindest in Deutschland. Für den Fahrer muss es wohl sehr verwirrend ausgesehen haben, als ich zur Fahrertür spaziere, die Tür öffne und frage, wohin ich die Jacke, welche dort liegt, legen soll, um mir Platz zu schaffen. Wenige Sekunden später entdecke ich endlich das Lenkrad, welches da sitzt, wo ich ein Handschuhfach erwartet hatte. In Uganda findet sich nämlich das „Links-Verkehr System“ wieder und ich versuche so gut es geht zu erklären, warum ich fast als Fahrer eingestiegen wäre. Die Gastgeber sind mir aber keineswegs böse und dann geht es mit mir auf dem Beifahrersitz auch schon los. Für mich wirkte der Verkehr in Uganda zunächst etwas angsteinflößend, doch der Fahrer manövriert das Auto gekonnt und ordentlich schnell an Hindernissen, Bodenwellen und Boda-Boda Fahrern (Diese kleinen Motorräder sind das Hauptverkehrsmittel in Uganda und an sind an jeder Straßenecke, mal leer und mal mit bis zu 4 Leuten oder fünf Kaffeesäcken beladen) vorbei. Angesteuert wird erst noch ein kleines Restaurant mit anliegendem Garten am Stadtrand, welches von einem Klosterorden betrieben wird. Wir bestellen „Fisch to-go“ und in der Wartezeit erhalte ich auch schon meine ersten Luganda-Lektionen, um mich auf die lokale Sprache einzustimmen. Mir wird erklärt, wie man sich begrüßt und wie man einige Bäume in lugandisch nennt. Als wir unser Essen haben, geht es in mehr oder weniger holpriger Fahrt auf Schotterpisten auch schon weiter Richtung Buyoga, der Ort in dem ich die nächsten 12 Monate leben werde. Der Fisch, ein riesiger Brummer aus dem Viktoriasee, wird mit der Hand im Auto gegessen und schmeckt richtig gut. Nach insgesamt 2 ½ Stunden Fahrt von Entebbe nach Masaka und von dort nach Buyoga kommen wir am Parish House an. Auf dem kleinen Hügel befinden sich die Hauptkirche, das Pfarrhaus, die Gemeindehalle und zwei Schulen mit Fußballplatz. Nachdem ich mein Gepäck in meinem Zimmer im Pfarrhaus (Bett, Stuhl, Tisch und Waschbecken, mehr braucht man eigentlich auch nicht) verstaut habe, geht es auch direkt weiter zum Empfang in die Gemeindehalle. Die Menschen rufen mir zu, lachen, tanzen und trommeln. So lebhaft hätte ich mir meinen Empfang nicht vorgestellt. Die wichtigen Leute stellen sich mir vor und heißen mich herzlich willkommen. Es werden Getränke und Fleischspieße gereicht und nacheinander sagen wichtige Leute, wie Father Dominik, dann der „Chairman“ der Gemeinde, Murgewa ( „Leader of Youth" ) und weitere ein paar Worte. Schließlich werde auch ich aufgefordert und stelle mich den Anwesenden vor. Das Fest geht noch etwa eine halbe Stunde weiter und es wird fröhlich getanzt, gesungen und gelacht. Auch mich wollen die Menschen tanzen sehen und so versuche ich, so gut als möglich den ugandischen Rhythmus nachzuahmen, was mit klatschen, kreischen und lachen gewürdigt wird (aber ich sehe, ich muss noch viel lernen) Als der Abend zu Ende kommt, werde ich zurück zum Pfarrhaus gebracht, wo nochmals zu Abend gegessen wird. Mein Magen ist zwar schon bis ans äußerste gedehnt, doch schlage ich aus Höflichkeit die Mahlzeit nicht aus. Außerdem gibt es die berühmt berüchtigten Matooke-Kochbananen, welche in Uganda das Grundnahrungsmittel schlechthin sind, und da muss ich einfach probieren. Man kocht sie in einem Topf umhüllt von Bananenblättern und genießt sie mit verschiedenen Soßen, je nachdem was gerade im Hause ist. Die Bananen sind am ehesten mit Kartoffelbrei vergleichbar, haben aber einen eigenen Geschmack. Father Dominik erzählt mir noch einiges über das Land an diesem Abend und ich berichte von Deutschland. Irgendwann wandere ich dann ins Bett, da es am nächsten Morgen um 7.30 Uhr mit dem Sonntagsgottesdienst weitergeht.

Leider kann ich euch momentan noch nicht mit Bildern versorgen, aber ich hoffe, dass ich die kleinen technischen Probleme bald in den Griff bekomme.

Musiwa bulungi (Euch eine gute Zeit!), und bis bald...

Jonas

23.8.16 08:54
 
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