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Kleines Update

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Zwischenzeit ist wieder einiges passiert. Die Regenzeit hält nun Einkehr, jeden zweiten oder dritten Tag regnet es jetzt. Aber nicht nur ein bisschen, sondern alles was runter kann. Der Regen kündigt sich mit schwarzen Wolken und Sturmböen an. Dann peitschen die Tropfen über die Dächer und hinter dem Pfarrhaus, in dem ich wohne, laufen kleine Bäche herunter. An jedem Hang bilden sich dadurch mit der Zeit tiefe Furchen, welche vom Wasser in den Boden gegraben werden. Das ganze Wasser wird den ohnehin unebenen Straßen natürlich zusätzlich zum Verhängnis. Im Gegensatz zu uns Deutschen, werden diese gewaltigen Unwetter in Uganda allerdings mit Freudenschreien und ab und zu auch Getanze empfangen. Die Leute verbuddeln jetzt wie verrückt ihr Saatgut in den Erdlöchern, welche in den letzten Wochen ausgehoben und mit Dünger gefüllt wurden. Auch auf dem Land der Gemeinde wird fleißig gepflanzt, an einem Tag sogar mit Unterstützung von 30 Häftlingen aus einem nahen Gefängnis, welche gemeinnützige Arbeit verrichteten. Innerhalb von zwei Stunden war das hektargroße Feld von Hand bearbeitet. Jeder Arbeiter grub Löcher einer Reihe entlang bis zum Ende des Feldes. Nach drei Runden war alles fertig und die Löcher wurden mit Dung und einigen Maiskörnern bestückt. Jetzt hieß es nur noch auf Regen warten, welcher zwei Tage später eintraf.

In der vergangenen Zeit war ich wieder mit Aufgaben in der Gemeinde beschäftigt. Ein größeres Projekt war das Errichten eines Hühnerstalls für 500 Tiere zusammen mit 2-3 anderen Arbeitern, je nachdem, wer gerade da war. Da es durch die annähernd gleichbleibenden Temperaturen keine festen Erntezeiten gibt, wird rund ums Jahr mal wieder etwas reif und anderes wächst vor sich hin. Mit der Regenzeit verstärkt sich das Wachstum natürlich. Letzte Woche war zumindest so viel Kaffee reif, dass sich die Ernte lohnte. Unterstützt wurden wir von einer Menge Kindern, welche in den Ferien immer zu Religionsstunden für Erstkommunion und Firmung kommen. Nach den Themeneinheiten gibt es Spiele und Lieder. Wenn die Kinder wollen, dürfen sie aber auch helfen etwas Brennholz zusammenzutragen oder die Kaffeebohnen von den Ästen zu streifen. Die Bohnen werden dann mit ihrer Schale auf einem Steinboden in der ausgebreitet und nach 1-2 Wochen Trocknung dann an Lager verkauft, wo sie geschält und geröstet werden. Wenn ich gerade nichts zu tun habe, springe ich hier und da mal ein. So kommt man dann zum Bananen-Ernten mit der Machete, Kühe einpferchen etwas Körperpflege mit einer Unkrautspritze um mit dem Krabbelgetier in den Haaren fertigzuwerden, Ziegen bei Grasflächen anbinden oder eine verwucherte Kaffeeplantage zu entwuchern.

Der Hügel, auf dem sich Kirche, Pfarrhaus und die Schulen befinden, ist nur wenige Minuten vom Buyoga Trading Center (wenn in einem Dorf kleine Läden und Marktstände eine Einkaufsstraße bilden, wird einfach „Trading Center“ an den Namen angehängt) entfernt. Wenn ich durch die Straßen laufe, empfange ich noch sehr oft erstaunte Blicke und Lachen, wenn ich einen Ansässigen auf Luganda grüße. Manchmal ist mein Gegenüber dann so erstaunt, dass er die gängige Antwort ganz vergisst und irgendetwas auf Luganda kichert. Hört sich dann oft so an: „Eh, Muzungu (Wörter-die-ich-nicht-verstehe) Luganda (keine-Ahnung) *lachen*. Bedeutet wohl so viel wie: „Oh, warum und woher kennt der weiße Kerl unsere Sprache??“ Es macht eben immer wieder Spaß einen Ugander total aus dem Konzept zu bringen :D

In der nächsten Zeit werde ich mit den Leuten im Pfarrhaus weiter planen, wo ich mich in einem größer angelegten Programm einbringen kann. Ich werde demnächst zwei Schulen besuchen, um zu sehen, ob ich einige Stunden Unterricht übernehmen kann. Nebenbei werde ich weiter an verschiedenen kleineren Stellen in der Gemeinde mithelfen, wo es eben etwas zu tun gibt.

Demnächst folgen mal einige Bilder auf einmal, da das hochladen etwas kompliziert ist.

Bis bald!

Jonas

23.9.16 21:04
 
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